Skip to main content

Klage-Assistenz

Über die Funktion „Klage-Assistenz“ können Nutzer:innen auf die juristischen Inhalte spezieller Klagesituationen aus dem Struktureditor zugreifen. Mithilfe der Eingabemasken des Klage-Assistenten werden sie entsprechend der im Struktureditor vorintegrierten Schemata zur Eingabe der jeweiligen Voraussetzungen der ausgewählten Norm geleitet:
  • Tatsachen
  • Beweise
  • Rechtsausführungen
  • Begründungen
Auf diese Weise geben die Nutzer:innen den zur Erstellung eines Schriftsatzes relevanten Prozessstoff in den LCM geführt in intelligenten Eingabemasken ein. Die Inhalte der Eingabemasken stammen aus dem Struktureditor.

Strukturierung des Prozessstoffs in der Dokumentenansicht

Mithilfe des Strukturierungstools in der Dokumentenansicht strukturieren Nutzer:innen den relevanten Prozessstoff aus den Schriftsätzen der Parteien intelligent und „digitalisieren” so die Mandats- und Verfahrensakte in strukturierte, durchsuchbare und weiterverarbeitbare Daten. Aus ungeordneten Informationen aus Schriftsätzen und Dateien entstehen “Verfahrensdaten”. Die Strukturvorgaben und die Ordnungsschemata stammen dabei direkt aus den im Struktureditor vorintegrierten Inhalten. Sind die fallspezifischen juristischen Inhalte im Struktureditor bereits vorintegriert, stehen diese direkt zur Nutzung zur Verfügung. Andernfalls können die Nutzer:innen die juristischen Inhalte einmal manuell in den Struktureditor eingeben. Dann stehen diese für jede vergleichbare Konstellation in der Zukunft mit einem Mausklick zur Verfügung.

Visualisierung des Prozessstoffs: Dynamische Relation

Die übersichtliche Darstellung des strukturierten Prozessstoffs in der Dynamischen Relation folgt den im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen. Tatsachenvortrag, Beweise, Rechtsansichten und Begründungen eines konkreten Rechtsfalls werden nach dem im Struktureditor vorintegrierten Schema geordnet und übersichtlich dargestellt. Die Strukturierung nach den juristischen Prüfschemata entspricht der juristischen Denkweise der Relationstechnik und erleichtert die Arbeit der Nutzer:innen:
  • Keine Suche in der Akte durch Verknüpfung aller Inhalte in einer strukturierten Ansicht
  • Keine wiederholten Einarbeitungen in Akten, perfekte Vorbereitung für die mündliche Verhandlung
  • schnelles Finden der relevanten Akteninformationen in der Verhandlungssituation mit Verlinkung auf die Quelldokumente

Analyse des Prozessstoffs: Rechtsmatrix

Das Analysetool stellt den Prozessstoff übersichtlich und nach den im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen geordnet dar:
  • im Rubrum allgemeine Informationen (z.B. Beteiligte)
  • im Verfahren nach den Prozess- und Sachurteilsvoraussetzungen, Prozesshindernissen und sonstigen Verfahrensfragen
  • in der Begründetheit zwischen Sach- und Rechtsvortrag, nach dem Substantiierungsgrad, zwischen unstreitigem Parteivortrag, streitigem Kläger- und Beklagtenvortrag samt Beweisangeboten der Parteien.
Mithilfe der im Struktureditor vorintegrierten Rechtsinformationen zu Normen, Tatbestandsmerkmalen und Submerkmalen können Nutzer:innen bspw. bei einem Privatrechtsstreit nach der Strukturierung des Prozessstoffs folgende Erkenntnisse in der Rechtsmatrix automatisiert erkennen:
  • Schlüssigkeit des Klägervortrags
  • Erheblichkeit des Verteidigungsvorbringens des Beklagten
  • Beweis-Situation: Beweisbedürftigkeit, Beweislast, Beweisantritt: Hauptbeweis & Gegenbeweis
Für diese Analyse in der Rechtsmatrix ist keine KI erforderlich, da sie auf den im Struktureditor vorintegrierten Regeln basiert. Dadurch ergibt sich ein erheblicher Effizienzgewinn, da die Ergebnisse nicht von den probabilistischen Unwägbarkeiten großer Sprachmodelle abhängig sind.

Prozessprognose

Der LCM nutzt die im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen, um die zur Prozessprognose erforderlichen Daten einzugeben und die Ergebnisse der Prozessprognose zu visualisieren. Die für die Prozessprognose relevanten Entscheidungsknoten (die Merkmale der Strukturvorgaben) stammen direkt aus den juristischen Inhalten des Struktureditors bzw. können von den Nutzer:innen eigenständig im Struktureditor angelegt werden. Die Nutzer:innen geben dann im Prozessprognose-Tool die Wahrscheinlichkeiten und Werte entsprechend den entscheidungsrelevanten Voraussetzungen des jeweiligen Verfahrens ein. Anschließend berechnet das Prozessprognose-Tool des LCM mithilfe des fallspezifischen Entscheidungsbaums die Erfolgsaussichten für die verschiedenen Szenarien des Prozessausgangs automatisiert. Anhand der Wahrscheinlichkeit des Obsiegens und Unterliegen kann die Prozessstrategie bewertet und ausgerichtet werden.

Textproduktion

Der LCM nutzt die im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen samt der zu den Merkmalen vorintegrierten Definitionen und Textbausteinen zur Produktion der von den Nutzer:innen gewünschten Texte: Entwürfe vorgerichtlicher Schreiben, von Klageschriften und Klageerwiderungen sowie sonstigen Schriftstücken werden auf diese Weise regelbasiert und deterministisch erstellt.