Aktenübersicht und Navigation

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Akte hinzufügen oder importieren
Akten werden entweder als LCM-Akten “importiert” oder sie werden neu angelegt. Neue Akten werden im LCM “schlank” mit den rudimentären Daten angelegt - das Akten- und Beteiligtenmanagement verbleibt in der bestehenden Gerichts- oder Anwaltssoftware und soll durch den LCM nicht ersetzt werden. Der Einsatz von Schnittstellen ist hier sinnvoll, um jeden Mehraufwand konsequent zu vermeiden.
Cockpit
Das Cockpit ist das digitale Verfahrens- und Aktenblatt mit allen relevanten Eckdaten der Verfahren. Es zeigt den Status der ausgewählten Akte samt der wichtigsten juristischen Parameter der Fallbearbeitung und informiert so die Nutzer:innen auf einen Blick über den jeweils aktuellen Bearbeitungsstand. Das sind in der Zivilrechtsakte die folgenden Parameter:- Zulässigkeit des Verfahrens
- Schlüssigkeit des Klägervortrags
- Erheblichkeit des Beklagtenvortrags und
- Entscheidungsreife
Anträge
Über die linke Akten-Navigationsleiste gelangen Sie zu den Anträgen. Hier finden Sie alle für die jeweilige Akte relevanten Anträge (als Ausdruck des jeweiligen Rechtsfolgewillens wie z.B. dem Anspruch auf Zahlung mit einem korrespondierenden Gegenantrag der Gegenseite). Ein Antrag im LCM ist wie ein Container: Jeder Antrag kann beliebig viele Normen enthalten, nämlich beliebig viele Anspruchsgrundlagen der Klägerseite, um das Rechtsfolgeziel des Antrags zu unterstützen, sowie beliebig viele Gegennormen der Beklagtenseite, um die Forderungsabwehr zu stützen - und umgekehrt (wie z.B. bei der Widerklage).
Schriftsatz-Assistent
Aktuell erfolgt die Erstellung von Schriftsätzen „deterministisch“, also ohne den Einsatz stochastischer generativer Sprachmodelle. Der Einsatz von KI bei der Schriftsatzerstellung birgt jedoch großes Potenzial. Neben der in Kürze verfügbaren Option des KI-Schriftsatzes können die Nutzer:innen des LCM weiterhin die berechenbare, nachvollziehbare, reproduzierbare und vertrauenswürdige Textautomatisierung nutzen. Eine Nachkontrolle ist hier überflüssig, da das Ergebnis durch die vorintegrierten juristischen Inhalte bereits vorkontrolliert und vertrauenswürdig ist.
- Die Nutzer:innen geben den zur Klagebegründung bzw. zur Verteidigung relevanten Sachvortrag inklusive der Beweise und den Rechtsvortrag intelligent und intuitiv geführt ein.
- Für Anspruchsgrundlagen zur Begründung von Forderungen auf Klägerseite und
- für Gegennormen zur Verteidigung gegen die Klage auf Beklagtenseite.
- Spezielle Lebensszenarien erleichtern die Nutzung des Tools für Profis und in der Zukunft auch für Private (z.B. Kündigungsschutzklage, Datenschutzverstoß, Rückforderung illegales Glücksspiel, Mietminderung, Online-Betrug, konkrete KFZ-Unfallszenarien wie Auffahrunfall usw.).
Klage-Assistent
Aus Anspruchsteller- oder Klägerperspektive steht nach Mandatsannahme meist die Erstellung eines vorgerichtlichen Forderungsschreibens oder einer Klageschrift im Vordergrund. Hierfür existiert der “Schriftsatz-Assistent”.1. Beispiel: “Schadensersatzklage wg. Nebenpflichtverletzung”
Wir legen den folgenden Sachverhalt zugrunde: Hier eine Dokumentation, wie Sie in 5 Minuten eine perfekte Klageschrift erstellen:
2. Beispiel “Coaching-Regress”
Effizient und effektiv
- Es steht alles im Schriftsatz, was rechtlich erforderlich ist. Es ist gewährleistet, dass die Klage schlüssig ist. Auch für Profis wird das Haftungsrisiko einer nicht schlüssigen Klage erheblich reduziert.
- Es kann nichts mehr weggelassen werden. Es finden nur diejenigen Informationen Eingang in den Schriftsatz, die wirklich erforderlich sind.
- Der Inhalt entspricht exakt dem Aufbau des gewünschten Urteils.
- Die anwaltliche Kunst des Schriftsatzes kann jede:r in der Textverarbeitung ergänzen.
- Der Schriftsatz ist perfekt.
- Noch wichtiger: Die Informationen im Schriftsatz liegen als weiter verarbeitbare Daten vor und können - wenn die Gerichte hierfür bereit sind - zusätzlich als Daten an die Gerichte gesendet werden.
Klageerwiderungs-Assistent
Aus der Perspektive einer Rechtsanwaltskanzlei, die die Beklagtenseite vertritt, steht nach Ermittlung der relevanten Tatsachen- und Beweislage bei der Beklagtenseite die Strukturierung des Sach- und Rechtsvortrags der Klageschrift und die Erstellung der Klageerwiderung an. Folgende prozesstaktische Verteidigungsstrategien sind dabei im LCM angelegt:- Verfahrensrüge
- (substantiiertes) Bestreiten
- Gegenbeweis
- Rechtsausführungen (abweichende Rechtsansichten)
- Gegenrechte (Einreden und Einwendungen)
- Gegenforderungen (Widerklage / Aufrechnung)
Dateien & Dokumente
Das Import-Tool (in der linken Navigationsleiste unter dem Menü-Punkt “Dokumente”) dient dem Import, der Erfassung und Aufbereitung des gesamten Prozessstoffs.Datei- und Import
- Funktionsweise: Die für die Fallbearbeitung relevanten Quellen (Schriftsätze und Anlagen wie z.B. Urkunden, Protokolle, Gutachten) werden importiert.
Achten Sie aktuell noch darauf, dass die Dokumente “durchsuchbar” sind. Eine Umwandlung nicht durchsuchbarer Dateien in durchsuchbare Dateien erfolgt in der Zukunft automatisiert, aktuell ist diese Funktion noch nicht möglich.
- Datenübernahme: Es können auch bereits vorstrukturierte Datensätze (z.B. XML, XJustiz) importiert werden. Auch ganze Ordner und ZIP-Dateien können importiert werden.
Datengestützte Prozesse
Der PDF-basierte Zivilprozess ist wenig praktikabel und nutzt die Möglichkeiten, welche die Digitalisierung bietet, nicht aus. Die anwaltlich vertretenen Parteien vorstrukturieren den Sach- und Streitstand. Über den ERV (den Elektronischen Rechtsverkehr) reichen die Parteien dann aber wieder unstrukturierte PDF-Dateien ein. Die Gegenseite bzw. ein Gericht hat dann die Aufgabe, aus den nicht-strukturierten Schriftsatz-PDF wieder strukturierte Daten zu erstellen, um den Prozessstoff zu durchdringen. Dies wiederholt sich bei jedem Schriftsatz.Strukturierungs-Tool
Aus dem bislang statischen Prozessstoff der Parteien werden mithilfe des Strukturierungs-Tools im LCM visualisier- und analysierbare Daten, die intelligent miteinander verknüpft und automatisiert weiter bearbeitbar sind. Aus PDF-Schriftsätzen werden strukturierte, weiter verarbeitbare, juristisch intelligente Daten.Der Prozessstoff wird auch in umfangreichen, langen und komplizierten Verfahren beherrschbar. Ressourcen werden richtig eingesetzt. Verfahren werden schneller bearbeitet und Fehler minimiert.
Die Strukturierung bleibt auch nach KI-Implementierung im LCM händisch möglich. Die händische Strukturierung ist jedoch mit einem initialen Einmal-Aufwand für die Nutzer:innen verbunden. Die händische Strukturierung ist „deterministisch“, erfolgt also ohne den Einsatz stochastischer generativer Sprachmodelle. Vorteil: Eine Nachkontrolle ist überflüssig, da das Ergebnis durch die vorintegrierten juristischen Inhalte bereits vorkontrolliert und vertrauenswürdig ist. Der Einsatz von KI bei der Strukturierung birgt dennoch großes Potenzial. Neben der Option der KI-Strukturierung können die Nutzer:innen des LCM aber weiterhin die berechenbare, nachvollziehbare, reproduzierbare und vertrauenswürdige händische Annotation nutzen.
- nach vorintegrierten Rechtsschemata (Strukturierung in eine fachspezifische Rechtsmatrix nach rechtlichen Prüfschemata) oder
- nach selbst erstellten Relationsstrukturen (freie Strukturierung in eine dynamische Relationstabelle nach frei definierbaren Zeilen und Spalten)
Nach Abschluss der Annotation ist der Prozessstoff nach den folgenden, für juristische Entscheider:innen relevanten Kriterien geordnet:
- Rubrum: allgemeine Informationen zum Verfahren
- Verfahren: Prozess- und Sachurteilsvoraussetzungen, Prozesshindernisse und sonstige Verfahrensfragen
- Begründetheit: geordnet nach Anspruchsgrundlagen, Gegennormen und Hilfsnormen mit den jeweiligen Tatbestandsmerkmalen der Normen, Submerkmalen usw.
- Sach- und Rechtsvortrag
- Beweis
Visualisierungs-Tool: Dynamische Relation
Nach Strukturierung des Prozessstoffs wird der Akteninhalt strukturiert und übersichtlich dargestellt. Aus dem statischen PDF-Akteninhalt wurden nach Strukturierung weiter verarbeitbare, juristisch intelligente Daten. Die Strukturierung bietet zahlreiche Vorteile:- Keine Suche in der Akte durch Verknüpfung aller Inhalte in einer strukturierten Ansicht
- Keine wiederholten Einarbeitungen in Akten, perfekte Vorbereitung für die mündliche Verhandlung
Analyse-Tool: Rechtsmatrix
Nach Strukturierung des Prozessstoffs analysiert der LCM automatisch den Akteninhalt. Der LCM folgt dabei einer vorintegrierten “regelbasierten Rechtsanwendung” und “juristisch-intelligenten Logik”. Der Prozessstoff der Verfahrensakte ist nach den für juristische Entscheider:innen relevanten Kriterien geordnet:- Rubrum, Verfahren, Begründetheit
- Sach- und Rechtsvortrag
- Streitig und unstreitig
- Substantiiert und nicht substantiiert
- Beweis (bedürftig, Last, Antritt, Erhebung, Würdigung)
- Schlüssigkeit
- Erheblichkeit
- Beweis-Station
Struktureditor
Der Struktureditor kuratiert die juristische Intelligenz des LCM. Validierte juristische „Playbooks“ (Normstrukturen, Prüfschemata, Definitionen und Vorlagen) kuratieren im LCM strukturiert das juristische Wissen und Know-how der Richter:innen und Rechtsanwält:innen und unterstützen diese bei der juristischen Fallbearbeitung. Der Struktureditor ist das Knowledge-Management-System für Gerichte, Rechtsanwaltskanzleien und Rechtsabteilungen. Der LCM stellt seinen Nutzer:innen die juristischen Strukturen, Prüfschemata und Templates für ca. 50 % der zivilgerichtlichen und ca. 60 % der arbeitsgerichtlichen Streitigkeiten vor deutschen Gerichten “out of the box” zur Verfügung (Quelle: Stat. Bundesamt, ausgewertet für das Jahr 2021). Die vorintegrierten Inhalte wachsen täglich. Die Nutzer:innen können zudem auf “no code basis” - also ohne jede Programmier-Kenntnisse in einer anwenderfreundlichen Eingabemaske - ihr eigenes Wissen strukturiert im LCM integrieren und in der juristischen Fallbearbeitung anwenden.Das Wissen der Organisation bleibt im Struktureditor erhalten, auch wenn Mitarbeitende ausscheiden. Die Einarbeitung neuer Mitarbeitender wird erleichtert, da das juristische Wissen und die Erfahrung in der Datenbank erhalten bleiben. Sobald das juristische Prüfschema einmal erstellt ist, steht es den Nutzer:innen, den Abteilungen und der Organisation zur Verfügung.
- Schriftsatz-Assistenz: Der Struktureditor definiert die Inhalte der Eingabemasken für den Schriftsatz-Assistenten und formuliert die Textbausteine bei der Schriftsatz-Produktion.
- Bei der Strukturierung des Prozessstoffs in den Schriftsätzen, Dokumenten und Dateien der Prozessakte greifen die Nutzer:innen auf Schemata hinsichtlich Rubrum und Verfahren sowie vor allem auf solche hinsichtlich der rechtlichen Begründetheit zurück. Die Ordnung des Prozessstoffs anhand dieser Prüfschemata strukturiert die Verfahren intelligent nach Normen (Anspruchsgrundlagen und Gegennormen) und deren Tatbestandsmerkmalen.
- Die Visualisierung des strukturierten Prozessstoffs in der Dynamischen Relation folgt den im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen. Tatsachenvortrag, Beweise, Rechtsansichten und Begründungen eines konkreten Rechtsfalls werden nach dem im Struktureditor vorintegrierten Schema geordnet und übersichtlich dargestellt.
- Die Analyse des strukturierten Prozessstoffs in der Rechtsmatrix nach Rubrum, Verfahren und Begründetheit greift auf die im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen zurück. Dies gilt insbesondere für die automatisierte Analyse der materiellen Begründetheit: Diese unterscheidet zwischen Sach- und Rechtsvortrag, nach dem Substantiierungsgrad, zwischen unstreitigem Parteivortrag, streitigem Kläger- und Beklagtenvortrag samt Beweisangeboten der Parteien und analysiert automatisiert die Schlüssigkeit des Klägervortrags, die Erheblichkeit des Verteidigungsvorbringens des Beklagten und die Beweis-Situation nach Beweisbedürftigkeit, Beweislast, Beweisantritt: Hauptbeweis und Gegenbeweis.
- Der LCM nutzt die im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen, um die für die Prozessprognose relevanten Entscheidung abzubilden und die Ergebnisse der Prozessprognose zu visualisieren.
- Der LCM nutzt die im Struktureditor vorintegrierten Schemata und Baumstrukturen samt der zu den Merkmalen vorintegrierten Definitionen und Textbausteinen zur Textproduktion: Entwürfe vorgerichtlicher Schreiben, von Klageschriften und Klageerwiderungen sowie sonstigen Schriftstücken (wie z.B. Rechtsgutachten, Versicherer-Reports, Mandant:innen-Reports usw.) werden auf diese Weise regelbasiert und deterministisch erstellt. Für Gerichte können so Aktenspiegel, Relationstabelle, (Beweis-) Beschlüsse und Urteile entworfen werden.
- Standard-Elemente = dienen (nur) der Ordnung der Inhalte innerhalb des Struktureditors
- Normen = sind Rechtsnormen bzw. Oberkategorie für eine konkrete Struktur bzw. ein Prüfschema
- Tatbestandsvoraussetzungen = Merkmale von Normen und Sub-Merkmale von Merkmalen usw. (Sub-Sub-Merkmale usw.)
Prognose-Tool: Chancen & Risiken bewerten
Das Prozessprognose-Tool erstellt automatisiert eine Prognose zum Ausgang und zur Wirtschaftlichkeit eines vorgerichtlichen oder gerichtlichen Rechtsstreits zum jeweiligen Verfahrensstand (Legal Judgement Prediction). Das Prognose-Tool …- visualisiert den Rechtsstreit in einer leicht nachvollziehbaren Baumstruktur,
- berechnet die Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Ausgangsszenarien eines Rechtsstreits und
- kalkuliert die wirtschaftliche Bedeutung der verschiedenen Ausgangsszenarien des Rechtsstreits.

Textproduktions-Tool
Das Textproduktions-Tool erstellt auf der Basis der strukturierten Verfahrensakte automatisiert regelbasierte Entwürfe verschiedener juristischer Schriftstücke, wie z.B.:- vorgerichtliche Forderungsschreiben und Schreiben zur Forderungsabwehr,
- Gutachten und Reporte für Mandanten, Versicherer und sonstige Dritte nach den konkreten Informationsbedürfnissen der Empfänger,
- Klageschriften, Klageerwiderungen und sonstige Schriftstücke verschiedener Verfahrensarten,
- Relationstabellen und Aktenspiegel,
- Urteilsentwürfe, Entwürfe für den Sachbericht sowie die rechtliche Begründung,
- Anklageschriften und Verteidigerschriften
- und beliebig nach definierten Regeln erweiterbare Schriftstücke mehr … .
Beispiel: Klageschrift Schadensersatz wegen Nebenpflichtverletzung gemäß §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB
Aus Anspruchsteller- oder Klägerperspektive steht nach Mandatsannahme meist die Erstellung eines vorgerichtlichen Forderungsschreibens oder einer Klageschrift im Vordergrund. Hierfür existiert der “Schriftsatz-Assistent”. Hier eine Dokumentation, wie Sie in 5 Minuten eine perfekte Klageschrift erstellen:
Beispiel: Klageschrift Coaching-Regress